Bauchfellkrebs, HIPEC und Alternativen.
Peritonealkarzinose oder Bauchfellkrebs ist eine Diagnose, die viele Fragen aufwirft. Diese Seite bietet seriöse Informationen für alle von Bauchfellkrebs Betroffenen, für deren Angehörige und für behandelnde Ärzte.
Informieren Sie sich hier über
- die Erkrankung
- mögliche Therapien
- wer Ihnen hilft
- was Sie dafür benötigen
Die Seite wurde von Ärzten der chirurgischen Universitätsklinik Würzburg erstellt, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema Bauchfellkrebs in Diagnostik, Behandlung und Forschung auseinandersetzen. Wir versuchen hier so weit wie möglich zu informieren, bedenken Sie jedoch immer: Eine Internetseite kann niemals das persönliche Gespräch mit einem Arzt ersetzen!
Der lange Weg zum Spezialisten
Für Patienten ist es oft ein langer Weg zu den medizinischen Zentren, die sich auf die Behandlung von Peritonealkarzinose spezialisiert haben. Landläufig heist es "jetzt kann man nichts mehr machen", man wird abgeschrieben. Oft genug erfahren Betroffene zu spät von Behandlungsmöglichkeiten.
Wir wollen den Weg abkürzen und direkt Informationen bieten und Kontaktmöglichkeiten aufzeigen.
Die Diagnose "Bauchfellkrebs" steht fast immer für einen komplexen Verlauf einer Krebserkrankung. Es gibt viele auslösende Krebsarten und unterschiedliche Stadien des Befalls. Genauso komplex ist die Entscheidungsfindung zur passenden Therapie.
Kenntnis aller Befunde entscheidend

Für den Arzt ist eine genaue Diagnostik mit Bildgebung wichtig, der Befund aus vorangegangenen Operationen, pathologische Berichte, Laborwerte und der körperliche Zustand. In enger Zusammenarbeit mit medizinischen Onkologen, Nuklearmedizinern, Chirurgen, Gynäkologen und Pathologen am besten in einem zertifizierten Tumorboard muss dann die beste Option für den Patienten gefunden werden.
Wissen und Therapieformen entwickeln sich ständig weiter
Es ergeben sich ständig neue Entwicklungen im Bereich der Chemotherapeutika und Möglichkeiten zur Operation oder Bestrahlung. Klinische und wissenschaftliche Auswertung und Hinterfragung von Behandlungen und Behandlungsergebnissen haben zeitnahen Einfluss auf das Vorgehen von morgen.
Entscheidend ist, für den einzelnen Patienten eine individuelle Therapie zu finden, die Risiken und Erfolgschancen nach aktuellsten Erkenntnissen gegeneinander abwägt.
Was ist ein Peritonealkarzinosezentrum?
Der Begriff "Peritonealkarzinosezentrum" ist nicht geschützt. Bisher gibt es auch noch kein Zertifizierungsverfahren, wie man es von z.B. "Darmzentren" kennt. Stattdessen haben sich in Deutschland einige Kliniken unter der Schirmherrschaft der DGAV (deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie) zusammengetan und sich selbst bestimmte Qualitätsrichtlinien auferlegt. Genaue Erklärungen, was dies bedeutet und welche Kliniken beteiligt sind, finden Sie auf www.hipec.de oder auf www.dgav.de
Ihr Ansprechpartner am Klinikum Würzburg:
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PD Dr. med. Jörg Pelz Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Oberarzt der |
Was ist das Problem bei der Therapie der Peritonealkarzinose?
Probleme gibt es bei der Therapie einige. Wie ausgeprägt die Folgen im Einzelnen sind hängt unter anderem von der Art des Tumors ab. Grundsätzlich gilt:
- Peritonealkarzinose spricht (meistens) schlecht auf die systemische Chemo an
- Bestrahlung ist bei der großen Ausbreitungsfläche nicht möglich, die Schäden zu groß
- Ein "Herausschneiden" der Peritoneakarzinose ist nur im frühen Stadium und bei günstiger Lage der Knoten möglich
- Ein (evtl. nicht sichtbarer) Tumorrest wird verbleiben
- Eine HIPEC ist technisch aufwändig
- Operationen mit HIPEC haben hohe Komplikationsraten
- Nicht jeder Patient würde vom Allgemeinzustand her die Prozedur durchstehen
- Die Lebensqualität nach der Operation sollte voraussichtlich besser sein als ohne Operation
- Nicht jeder Patient profitiert wirklich von einer Operation und HIPEC und lebt in der Folge länger
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